Substitut von Bargeld

Im Gegensatz zur Kreditkarte beruht die Debitkarte auf dem Prinzip, dass der Kaufpreis zeitgleich mit der Transaktion dem Bankkonto des Karteninhabers belastet wird. Damit ist die Debitkarte am ehesten mit der Funktion des Bargelds vergleichbar. Die Anfänge der Debitkarte sind auf den Eurocheck und die EC-Karte zurückzuführen, wie sie noch in den 1980er-Jahren hierzulande verbreitet genutzt worden waren.


Die Schweiz ist ein Land der Barzahler. Dementsprechend war und ist die Debitkarte im Gebrauch und in der Akzeptanz viel stärker verbreitet als die Kreditkarte. Sie kann als das Volkszahlungsmittel bezeichnet werden. Aktuell beträgt das über die beiden wichtigsten Debitkarten Maestro und PostFinance Card abgewickelte Volumen rund CHF 30 Milliarden/Jahr. Tendenz seit mehreren Jahren konstant steigend.

Marktentwicklung

Der stärkste Aufwärtstrend im Bereich des bargeldlosen Zahlens ist bei den Debitkarten festzustellen. Im Zehnjahresvergleich ist die Zahl herausgegebener Karten um mehr als 50% gestiegen auf 10.1 Mio. Karten; davon entfallen auf Maestro rund 6.2  Mio., auf die PostFinance Card 3.1 Mio. Neu wird auch die Debitkarte V Pay angeboten. Massiv erhöht hat sich im langjährigen Vergleich die Zahl der Transaktionen, die 2015 700 Mio. erreichte. Das Volumen belief sich auf CHF 42 Mrd., wovon rund ein Drittel auf die PostFinance Card und zwei Drittelauf Maestro entfielen - nicht berücksichtigt sind dabei die Maestro-Transaktionen im Ausland.

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